4 comments on “Wahrheit – gibt es sie überhaupt?

  1. >““Die USA sind eine Demokratie.” Ist dieser Satz falsch oder wahr?“

    Das ist eigentlich ein schlechtes Beispiel, finde ich. Denn Demokratie ist ein sehr schwammiger Begriff. Aber OK – vielleicht ist er auch deshalb trotzdem gerade als Beispiel geeignet, denn letztlich kann man jeden Begriff in Frage stellen, wie ja schon die altgriechischen Sophisten gezeigt haben. Deine Argumentation stellt dann ja auch im weiteren schön heraus, dass Wahrheit Definitionssache ist. Aber auf die Behauptung „Wahrheit ist relativ und niemals absolut“ würde ich mich nicht versteifen. Ich weiss, dass manche Philosophen das anders sehen – aber ich bin der Meinung, es gibt sowohl relative wie auch absolute Wahrheiten. Nur ist die Sprache nicht in der Lage, die absoluten Wahrheiten auch absolut unmißverständlich auszudrücken!

    > „Dies ist eine Gehirnsache. Wenn man einmal eine Entscheidung getroffen hat, dann hält man an ihr fest, selbst wenn man gute Argumente dagegen bekommt.“

    Das ist keine Gehirnsache, das ist eine Führungsstrategie. Sicherlich sind viele „Führungspersönlichkeiten“ allerdings schon so konditioniert, dass sie das automatisch so handhaben…

    > „Es gibt keine Alternative zum Auto obwohl das Erdöl immer teurer wird.“

    http://www.youtube.com/watch?v=RF8ajdgdHck (Doku „Warum das Elektroauto sterben musste“)

    >“Würden wir die Wahrheit nicht ignorieren, wäre das Ausbeutungssystem der Wirtschaft und Politik nicht möglich.“

    Dass die Umwelt wie auch Menschen leiden, wird ja gar nicht unbedingt ignoriert. Der „Gutmensch“, den du nennst, der ignoriert das ja nicht sondern der tut entweder zu wenig oder das Falsche, manche „Gutmenschen“ tun für ihren Teil vielleicht sogar genug. Wenn er zum Beispiel Ökostrom hat und Fair Trade einkauft UND sein Geld als Ökobauer verdient und sich auch sonst vorbildlich verhält, dann kann man ihm da sicher nicht vorwerfen, irgendwas zu ignorieren. Ich sehe das Problem weniger in einem Ignorieren der Wahrheit sondern in einem Verfälschen und Zerreden der Wahrheit(en).

  2. >> “Dies ist eine Gehirnsache. Wenn man einmal eine Entscheidung getroffen hat, dann hält man an ihr fest, selbst wenn man gute Argumente dagegen bekommt.”

    > Das ist keine Gehirnsache, das ist eine Führungsstrategie. Sicherlich sind viele “Führungspersönlichkeiten” allerdings schon so konditioniert, dass sie das automatisch so handhaben…

    ———

    Ich glaube, dass die meisten Politiker und Manager Überzeugungstäter sind, da sie sonst mit ihren Entscheidungen gar nicht leben könnten. Die reden sich ein sie würden das Richtige und Beste tun und verdrängen die Konsequenzen wie getötete Zivilisten in einem Krieg oder Kinderarbeit und Ausbeutung bei der Globalisierung …

  3. >“Ich glaube, dass die meisten Politiker und Manager Überzeugungstäter sind,…“

    Glaube ich auch. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass es tatsächlich als Grundsatz für Führungspersönlichkeiten gilt, seine Entscheidungen nicht in Frage zu stellen. Sowas lernt man auf Manager-Seminaren. Daher ist es nicht einfach eine schlechte Charaktereigenschaft, die sich mehr oder weniger zufällig vor allem bei Führungspersönlichkeiten finden lässt. Es wird diesen heutzutage sogar beigebracht!

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