Griechenland

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Osama Bin Laden ist tot. US-Special-Forces hatten den Auftrag ihn zu töten und nicht zu ergreifen. Früher nannte man sowas eine Hinrichtung und heute heißt es in Neusprech: Bei der Ergreifung wegen Widerstand erschossen.
Von der Bundeskanzlerin gab es dafür Applaus – Zitat:

Ich habe dem amerikanischen Präsidenten Barack Obama meinen und unseren Respekt für diesen Erfolg und für diese gelungene Kommandoaktion mitgeteilt.

Womit die Kanzlerin ihren Respekt für eine nach Völkerrecht und auch nach der deutschen Verfassung illegalen Operation Ausdruck verliehen hat. Ebenso wurde mit dieser Operation das christliche Gebot „Du sollst nicht töten!“ verletzt. Man könnte glauben, dass sich der Westen in das Mittelalter zurück entwickelt.
Ob nun Osama oder Obama für mehr Tote verantwortlich sind ist unklar, bei der Regierung und auch beim Spiegel.
Das Haus in dem Osama ermordet wurde gehörte dem pakistanischem Geheimdienst.
Osama wurde von den USA umgehend auf See bestattet, angeblich aus Respekt vor der islamischen Religion. Da stellt man sich doch die Frage ob den Folterhäftlingen in Guantanamo auch immer gezeigt wird, wo Osten ist zum Beten?
Insgesamt ist die Geschichte höchst unglaubwürdig. Da braucht der am besten ausgerüstete Geheimdienst der Welt also knapp ein Jahrzehnt, um den angeblich gefährlichsten Terroristen zu fangen, der kein Internet und kein Telefon verwendet, um das weltweit erfolgreichste Terrornetzwerk zu führen. Hat er dafür Brieftauben verwendet?
Gerne hätten wir wegen der von ihm angeordneten Folter und Kriegsverbrechen, ihn auch vor Gericht gestellt, aber die USA haben den internationalen Gerichtshof nicht anerkannt. Ich meinte natürlich George W. Bush! Wobei natürlich ein Gerichtsverfahren für Osama die einzige Möglichkeit in einer Demokratie darstellt!
Fazit: Die CIA hat einen ihrer Ex-Mitarbeiter beseitigt, der ihnen lästig geworden ist!


CIA – die haben überall ihre Leute: Obama und der französische Präsident Sarkozy gehören auf jeden Fall dazu.


Die Verräterpartei fordert erneut die Vorratsdatenspeicherung :(
Also wo steht die SPD? Am Rande des Abgrunds und der Unglaubwürdigkeit …


Die neue Lobbyvereinigung Digitale Gesellschaft rund um Markus Beckedahl ist ein grünes U-Boot. Er schreibt zwar im FAQ, dass er seit 2004 eine Karteileiche bei den Grünen wäre, aber das ist nur Propaganda, damit er parteiübergreifende Lobbyarbeit betreiben kann.

Im Mai 2009 spricht er auf dem Parteitag der Grünen, als diese ihr Wahlprogramm aufstellen.

Die Grüne Jugend schreibt über in:

Seine Positionen finden sich in den vielen Beschlüssen der GRÜNEN JUGEND und von Bündnis 90/Die Grünen zu den Themen Neue Medien und/oder Bürger- und Menschenrechten wieder, die er oft (mit-)erarbeitet hat.

Seine Firma newthinking communications organisiert den Onlinewahlkampf der Berliner Grünen für die Wahl 2011. Natürlich wird dies nicht erwähnt auf seinen Webseiten, FAQ und in Interviews.

Passt dies alles zu einer Karteileiche?


Wie ein Staatsbankrott in Griechenland gerade abläuft kann man hier nachlesen.

Ich war vor einiger Zeit mit einem befreundetem Blogger, nämlich Musikdieb auf einer griechischen Solidaritätsparty. Da haben wir ordentlich Zaziki gefuttert und Fladenbrot und über die Ungerechtigkeit in der Welt diskutiert.

Anschließend gab es noch einen Film über die Unruhen und Ausschreitungen in Griechenland. Eine Szene fand ich da besonders bewegend:

Griechische Polizisten schützten den Zugang von einem Regierungsgebäude. Die waren mit Schlagstock und in voller Polizeimontur mit Helmen und Visier bewaffnet. Vor den Polizisten standen die wütenden Demonstranten, die in einer Tour die Polizisten beschimpften, die aber regungslos blieben. Dann kam eine Frau und meinte zu den Polizisten, zieht eure Rüstung aus, sonst können wir euch nicht Umarmen und mit euch gemeinsam den Neuanfang starten. Die Polizisten blieben regungslos, also ging die Frau weiter und sprach auf andere Polizisten ein. Bis einer letztendlich den Helm abnahm und seine Handschuhe auszog um der Frau die Hand zu geben.

Eine besonders interessante Sache erzählte mir Musikdieb, die ihr in seinem Blog nachlesen könnt über die Universitäten in Griechenland.

Die Hochschulen genießen nämlich einen Sonderstatus in Griechenland und die Polizei darf diese Hochschulen erst betreten, wenn ein Gremium an dem auch die Studenten beteiligt sind, dem zustimmt. Das macht auch durchaus Sinn, denn Veränderung geht meistens von den Hochschulen aus, die sich als erstes gegen politische Ungerechtigkeit auflehnen. Den Studenten, der zukünftigen Elite des Landes kann man auch genug Intelligenz zutrauen, dass sie sich nicht leichtfertig einmischen. In China werden die Studenten bei Protesten allerdings mit Panzern überrollt. In Deutschland räumt die Polizei das Audimax, obwohl sich die Regierung nicht mit den Ursachen des Bildungsstreiks beschäftigt.

Auch wenn wir uns von Griechenland nicht das Lügen und Bilanzfälschung abschauen sollten, aber wie die Griechen mit ihren Hochschulen umgehen ist bemerkenswert. So kann in den Hochschulen die Möglichkeit für neue Ideen und Veränderung reifen, ohne dass der Protest von der Polizei, die allzu gerne der Handlanger der Unterdrücker ist, vorzeitig beendet wird.