Archive for November, 2009

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Im Koalitionsvertrag unserer neuen Regierung heißt es (Zitat):

Die Kernenergie ist eine Brückentechnologie, bis sie durch erneuerbare Energien
verlässlich ersetzt werden kann. Andernfalls werden wir unsere Klimaziele erträg-
liche Energiepreise und weniger Abhängigkeit vom Ausland, nicht erreichen. Dazu
sind wir bereit, die Laufzeiten deutscher Kernkraftwerke unter Einhaltung der
strengen deutschen und internationalen Sicherheitsstandards zu verlängern.

Was daran ja jetzt verdächtig ist, ist unter anderem die Endlagerproblematik. Die Lagerung des Atommülls unter freiem Himmel wie in den USA klingt wenig vertrauenerweckend. Deutschland ist da schlauer und lagert wie auch Frankreich seinen Atommüll in Russland. In Italien ist die Mafia für die Entsorgung des Atommülls zuständig und versenkt diesen im Mittelmeer.

Das deutsche Atommüllzwischenlager Asse, darf wegen einem bevorstehenden Deckenbruch und Wassereinbruch, demnächst auf Steuerkosten geräumt werden. Dabei ist es immer wieder gut für Überraschungen und man findest dort mehr Plutonium als erwartet. Der ganze Atommüll ist dann doch nicht unter der Erde. Wer sich ein Bild davon machen will, wie man in der Asse mit dem hochgefährlichen Atommüll umgeht, kann dies bei der Süddeutschen Zeitung machen. Aber unsere Umwelt-Merkel weiß das ja schon alles ganz lange, spätestens seit 1996. Zum Glück hat man in weiser Voraussicht die Sicherheitsstandards niedrige gehalten. Beim Ausbau des Endlagers Gorleben hat man sich dann auch streng an die Gesetze gehalten.

Läuft bei der Atomindustrie alles wie geschmiert? RWE gibt auch gerne mal seinen Auszubildenden frei um auf Pro-Atomkraft-Demonstrationen mitzumachen.

Die Betreiber der Atomkraftwerke haben nicht immer verantwortungsvoll gehandelt.

Na ja wenigstens sind unsere Atomkraftwerke sicher – da kommt keiner rauf!

Profite für die Atomwirtschaft, die Kosten für den Steuerzahler…

Endlagerproblematik: Das ist so als würden Sie in ein Flugzeug steigen, wissend, dass es auf der ganzen Welt noch keine einzige Landebahn gibt.

Unsicher, belastend für die Umwelt, teuer nur für den Steuerzahler und nicht für die Betreiber – was sind denn jetzt eigentlich die wahren Gründe für den Betrieb der Atomkraftwerke?

Ein wichtiger Grund ist sicherlich, dass man unabhängig von Energielieferungen aus dem Ausland bleiben wollte. Der vermutlich wichtigste Grund, warum man stattdessen nicht das Geld in alternative Energien gesteckt hat ist aber wahrscheinlich die Technologie. Deutschland gehört nicht zu den Atomwaffenmächten. Ok – Atomwaffen haben wir trotzdem, aber die gehören offiziell den US-Amerikanern. So eine Atomwaffe stellt ein gewaltiges Machtpotential da. Der Irak hatte keine und wurde platt gemacht. Iran will so schnell wie möglich welche haben, um seine Souveränität zu verteidigen und Nordkorea bleibt unangreifbar, dank Atomwaffen.

Es steht außer Frage, das Deutschland durch die zur Verfügung stehende Technologie innerhalb kürzester Zeit eigene Atombomben bauen könnte. In der Zeit des kalten Krieges war dies sicher ein reizvoller Gedanke für so manchen Politiker und auch jetzt werden die Zeiten wieder unsicherer. Warum also eine Technologie verteufeln und abschaffen, die unsere Zukunft auch militärisch sichern könnte?

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Unlängst berichtet ich über die Datenpanne bei SchülerVZ und die Verhaftung eines Verdächtigen.

Angeblich soll er sich selbst getötet haben. Das Wort “Selbstmord” lehne ich in diesem Zusammenhang ab, da die im StGB definierten Merkmale für Mord nicht erfüllt sind. Ausserdem suggeriert das Wort “Mord” eine juristische, wie auch moralische Schuld des Toten. Erstere ist nicht im geringsten Fall erfüllt bei einem angeblichen “Selbstmord” und letztere wäre nach Einzelfall zu bewerten.

Was nicht so alles passiert in der Untersuchungshaft bei der Polizei.

Was bleibt sind Fragen, die wohl im Interesse der Verantwortlichen nie geklärt werden:
1) Warum war der tatverdächtige fast 2 Wochen in Untersuchungshaft, bei ungeklärter und fragwürdiger Schuldfrage?
2) Wie kann man mit öffentlich zugänglichen Daten jemanden Erpressen?
3) Was wusste er oder hat er gefunden, dass man ihn dafür aus den Weg schaffen musste?

Wie dem auch sei, ein solches Schicksal hat er nicht verdient und die Betreiber von SchülerVZ haben jetzt nicht nur eure Daten sondern auch ein Menschenleben auf dem Gewissen.

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Die Verteilung der Domains ist gelaufen und schon früh haben sich die Experten über das Verteilungsverfahren und die ungleichmäßige Verteilung der neuen Kurzdomains gewundert.

Das zu dem Vorgang aufgetauchte Dokument bei Wikileaks über den Ablauf finde ich nicht so brisant. Da werden kleine Fehler beschrieben und wie man 5 statt 4 Anfragen pro Minuten durchbekommen konnte.

Der Fehler liegt für mich darin, dass die Denic versucht hat eine gerechtes Verfahren hinzubekommen. Das geht meiner Meinung nach nämlich gar nicht.

Nehmen wir mal an es gäbe ein Verfahren mit dem man gerecht alle Domains so hätte verteilen können, dass jeder die selbe Chance bekommen hätte. Wer gibt sich dann der Illusion hin, irgendeine Privatperson würde unter tv.de eine private Homepage betreiben? Ist ja auch idiotisch, wenn man für die Domain 100.000 € bekommen kann. Begehrte Domains sind also nur Spekulationsware, die Domainhändler anlocken die damit Geschäfte machen wollen. Diese verfügen über viel Phantasie für notwendige Firmennamen und das nötige Fachwissen um bei einem solchen Verfahren die Privatpersonen auszuschalten. Warum also nicht gleich die Domains versteigern und den Erlös dem Ausbau und Erhalt der Infrastruktur zukommen lassen? Jetzt machen die Geschäfte andere und viele Domains werden auf ewig Werbung führen und für eine sinnvolle Nutzung unerreichbar bleiben.

Es wurde in der Presse häufig berichtet, dass man die Kurzdomains erstmalig registrieren konnte. Das ist nicht richtig, denn die Domain ix.de wurde registriert bevor die Denic die nicht nachvollziehbaren Regeln aufgestellt hat, dass eine Domain mindestens drei Stellen haben muss. Gerüchteweise wurde bei der Vergabe der Domain db.de gemauschelt und VW wollte sich nicht darauf einlassen und hatte deswegen geklagt.