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All posts for the month Mai, 2010

Die Kirche setzt sich durchaus für die Menschenrechte in der Welt ein, z. B. in Kolumbien. Dafür möchte ich einen Artikel aus dem Hamburger Abendblatt vom 05. Dez. 2008 zitieren, der online nicht verfügbar ist:

Menschenrechte in Kolumbien


Landesbischöfin Maria Jepsen hat die Bürger in Deutschland aufgefordert, die Menschenrechtsverletzungen in Kolumbien nicht einfach so hinzunehmen. „Ich weiß, dass es wichtig ist, dass wir in Deutschland die Stimme erheben“, sagte Jepsen gestern. Auch mit Blick auf den 60. Jahrestag der Menschenrechtserklärung am 10. Dezember betonte sie, wenn Menschen bedroht würden, könne das niemanden ruhig lassen. „Ich bin immer wieder erstaunt, wie wir hier wirtschaftliche Beziehungen mit den Ländern pflegen, ohne darauf strikt genug hinzuweisen.“ Der aus Kolumbien angereiste Menschenrechtsanwalt Alirio Uribe Muñoz sagte, Hunderte Menschen verschwänden spurlos, viele würden getötet. Allein dieses Jahr rechne er mit bis zu 500 000 Vertriebenen. (dpa)

Den Einsatz für die Menschenrechte finde ich gut. Nur wirkt er etwas unglaubwürdig, wenn man sich die Kindesmissbrauchsfälle und den Umgang innerhalb der Kirche damit anschaut. Denn wer die Einhaltung der Menschenrechte von anderen fordert, sollte sie zuerst einmal selber einhalten.

Dass die schwächsten unserer Gesellschaft, die Kinder, einen besonderen Schutz brauchen ist jedem klar. Schauen wir uns doch mal an welche Rechte dieser Kinder aus der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte die Kirche gebrochen hat (es handelt sich hierbei nur um Auszüge der entsprechenden Artikel):

Artikel 1 – Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.
Artikel 2 – Jeder hat Anspruch auf alle in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten, …
Artikel 3 – Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person.
Artikel 5 – Niemand darf der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden.
Artikel 7 – Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich und haben ohne Unterschied Anspruch auf gleichen Schutz durch das Gesetz.
Artikel 8 – Jeder hat Anspruch auf einen wirksamen Rechtsbehelf bei den zuständigen innerstaatlichen Gerichten gegen Handlungen, durch die seine ihm nach der Verfassung oder nach dem Gesetz zustehenden Grundrechte verletzt werden.
Artikel 12 – Niemand darf willkürlichen Eingriffen in sein Privatleben, seine Familie, seine Wohnung und seinen Schriftverkehr oder Beeinträchtigungen seiner Ehre und seines Rufes ausgesetzt werden.

Mit dem Missbrauch der Kinder und der anschließenden Vertuschung durch die Kirche, hat diese also gleich eine ganze Reihe von Menschenrechten verletzt. Abgesehen davon wurde gegen die eigenen Regeln, wie das Zölibat verstoßen.

Da wundert es schon ein wenig, dass die Kirche noch nicht als kriminelle Vereinigung zur Behinderung der Strafverfolgung angeklagt wurde. Außerdem wäre ein Prozess wegen Menschenrechtsverletzung in Straßburg fällig. Andererseits ist der Vatikan ja nicht nur der Sitz des Oberhauptes der katholischen Kirche, sondern auch ein eigenständiger Staat. Dieser Staat ist weder Mitglied im Europarat noch in der UNO. Dies entbindet den Vatikan natürlich nicht davor die Menschenrechte einzuhalten, zumal er dies ja selbst von anderen Ländern fordert, zeigt aber wie gering das Interesse ist, sich selber an solche Rechte zu halten.

Sicherlich genießt der Vatikan aufgrund seiner religösen Stellung und der Geschichte eine Sonderstellung. Aber auch gerade die Geschichte und die aktuellen Praktiken im Umgang mit Menschenrechten zeigt, dass man diesem Staat zu viel hat durchgehen lassen. Ohne Druck von außen, der die Einhaltung der Menschenrechte durchsetzt, wird man dort immer versuchen alles zu Vertuschen und so weiter machen wie bisher.

Zumindest an einer Schule in Berlin hat die Bundeswehr Hausverbot bekommen. Aus Sicht der Eltern ist dies nur zu verständlich. Wer möchte schon, dass sein Kind eine Laufbahn wählt, wo es erschossen werden kann?

Auch unser Bundespräsident Köhler wählte seine wahrscheinlich gut gemeinten Worte für die Bundeswehr unglücklich, als er in einem Interview sagte, dass die Bundeswehr in Afghanistan die wirtschaftlichen Interessen Deutschlands verteidige.

Die alles entscheidende Frage traut sich in der deutschen Politik leider keiner zu stellen: Was bringt der Einsatz? Nach denn Anschlägen am 11. September gab es zwei UN-Resolutionen zum Thema Afghanistan. Man wollte die dortige Taliban-Regierung absetzen und eine Demokratie in Afghanistan einführen um die Region zu stabilisieren und sicherer zu machen. Erreicht hat man durch den Einsatz nur, dass die Taliban mehr Zulauf haben und zusätzlich Pakistan destabilisiert wurde. Das genaue Gegenteil von dem was man erreichen wollte. Es sieht auch nicht so aus, als könne man durch noch mehr Truppen und Waffen die Lage dort verbessern…

Im denglisch macht uns hier die British Petroleum darauf aufmerksam, dass BP in Deutschland unter dem Namen Aral firmiert.

Dies ist doch gut zu wissen, falls man mal einen Ölwechsel vor hat…

Auch wenn BP angibt für die Schäden durch die Ölpest im Golf von Mexiko aufkommen zu wollen, so kann man bei BP doch froh sein, dass dieses Angebot sich auf maximal 75 Mio. $ beläuft. Diese Summe ist wahrscheinlich Peanuts für das Unternehmen, da man selbst an der Ölpest noch verdienen kann.

Zum Glück war die Ölplattform für 270 Mio. $ versichert. Da wäre die Summe ja schon wieder mehr als drinnen, wenn die nicht die Betreiberfirma Transocean bekommen würde. Ich bin mir aber sicher, dass da auch was für BP rüber kommt. Zum anderen kann man hochgiftige Chemikalien gegen das Öl einsetzen, über eine Firma wo BP im Aufsichtsrat sitzt.

Wenigstens verstehen sich die Politiker bestens mit der Ölindustrie. Dies legt zumindest ein Untersuchungsbericht von 2008 nahe, wo Sex- und Drogengelage aufgeführt werden.

[UPDATE]
Also bei Aral arbeiten die Aralisten.
Bei Shell arbeiten die Shellisten,
und bei Esso, die Essoisten…

Jetzt führt dies mal für BP weiter … 😉

[UPDATE II]
Ok es ist alles so unlustig, dass ich noch einen habe:

BP: Auch ihren Golf tanken wir voll!

Die Piratenpartei ist seit der Europawahl bekannter und einflussreicher geworden. Viele Beobachter und auch Mitglieder der Piratenpartei haben jetzt gedacht, es würde steil bergauf gehen. Schließlich tritt man für die richtigen Ziele an und bei der Landtagswahl in Nordrhein Westfalen träumte man von 5%, also einen Einzug in den Landtag.

Dieses Ziel wurde dann doch stark verfehlt mit 1,5% bei der Wahl in NRW. Dies hat dann doch für viel Frust unter den Piraten, die sich während des Wahlkampfs stark engagiert hatten, gesorgt. Dies gipfelte in dem Aufruf von Marc Olejak auf dem Bundesparteitag 2010 in Bingen, wo er dazu aufrief keinen Kandidaten aus NRW zu wählen, weil die mit ihrem Chaos dort selbst beschäftigt sind.

Haben die Piraten ihr Ziel aus den Augen verloren und waren doch nur an politischer Macht interessiert? Einige sicherlich, da wo viel Aufmerksamkeit ist auch immer Idioten angezogen werden, die den schnellen Weg nach oben wittern.

Das eigentliche Ziel der Piratenpartei, die anderen Parteien zu zwingen sich mit den Themen der Piraten auseinander zu setzen, scheint ein harter Kern der Piraten aber sehr geschickt umzusetzen. Dies sind Piraten, die nach außen nicht in Erscheinung treten und im Hintergrund agieren.

Schauen wir uns dazu die vergangenen Landtagswahlen an, an denen die Piratenpartei teilgenommen hat. Da war zum einen die Wahl in Hessen, wo Frau Ypsilanti von der SPD es nicht geschafft hat eine Regierung zu bilden. Die Piratenpartei hatte damals nur 0,3% erreicht, da sie im Mainstream noch völlig unbekannt war. Hieraus kann man wenig ableiten, aber die Pattsituation passt zu späteren Betrachtungen der Piraten.

In Hamburg erreichten die Piraten nur 0,2% der Stimmern. Dies waren genau die 0,2%, die der FDP fehlten um in den Hamburger Senat einzuziehen. Die Piraten, die wie die FDP mit liberalen Forderungen gestartet waren, hatten also der FDP die entscheidenden 0,2% abgerungen und so eine Regierungsbeteiligung verhindert. Dadurch war die CDU gezwungen mit der GAL (den Hamburger Grünen) zu koalieren. Da die Grünen viel näher am Piratenprogramm sind als die FDP, konnten die Piraten also die Regierung und damit die CDU zu ihren Gunsten beeinflussen. Noch offensichtlicher wurde dies in Thüringen, wo es eine offene Kooperation mit den Grünen gab.

Die letzte Wahl an der die Piratenpartei teil genommen hat war in Nordrhein Westfalen. Dort errungen die Piraten 1,5% und haben damit Anrecht auf Wahlkampfkostenerstattung. Diese 1,5% sind genau die, die der FDP und CDU für die Regierung fehlen. Auch die SPD und Grünen können nicht ohne diese 1,5% regieren. Damit hat die Piratenpartei doch wieder sehr schön gezeigt, dass keine Stimme für sie vergeblich ist. Die eingefahrenen etablierten Parteien müssen jetzt mal richtig miteinander verhandeln und können nicht ihre Wunschkoalition bilden. Außerdem werden sie schauen wo diese wahlentscheidenden 1,5% abgeblieben sind. Dabei werden sie unweigerlich versuchen das Wahlprogramm der Piratenpartei zu kopieren um Wähler zurückzugewinnen.

Man sieht also zum einen, dass keine Stimme für die Piratenpartei vergeblich ist und zum anderen, dass man auch wenn man nicht im Landtag vertreten ist trotzdem die Politik beeinflussen kann.

Machtbesessene möchtegern Politiker kapieren sowas natürlich nicht, da ihr Ziel nur ein Sitz im Landtag ist. Das sind wahrscheinlich auch die Piraten, die sich gerade aufregen und heiß reden in NRW…

Das Verderben kommt leider oft zuckersüß daher und gibt sich naiv. Das zeigen uns zwei Journalistenschülerinnen von Springer bei YouTube, die sich aufgemacht haben, um von den anderen Zeitungen eine Blattkritik für ihre Welt-Kompakt einzuholen:

Ich schätze mal man würde die Springer-Presse freundlicher empfangen, wenn man nicht befürchten müsste komplett verarscht zu werden. So wissen wir alle Dank der Recherche von Günter Wallraff, dass bei Springer unsauber gearbeitet wird.

Im Schlusswort zu ihrem Beitrag meinen die beiden Schülerinnen dann, dass Journalisten flexibel sein sollten und es leider nicht sind, weil niemand auf ihr Spielchen eingegangen ist. Dazu würde mich ja mal interessieren, wie flexibel man bei Springer auf so eine Sache reagieren würde? Traut sich aber wieder keiner, weil jeder weiß, dass Springer gerne seine Anwälte aussendet.

Folgendes habe ich bei Springer selber erlebt, was zeigt wie flexibel man dort ist. Ich lief etwas ziellos durch Berlin und stand plötzlich ungewollt vor dem Springer-Verlag. Da wollte ich spontan ein Foto machen, weil ich dachte sowas kann man immer mal gebrauchen damit ich mich immer erinnere, wo ich niemals arbeiten werde. Ich zog also meine Kamera und da kam sofort jemand heraus aus dem Gebäude und folgendes Gespräch entwickelte sich (aus dem Gedächtnis wieder gegeben):

„Sie dürfen hier nicht fotografieren!“
„Das ist hier öffentlicher Raum, da darf ich alles fotografieren!“
„Nein, dieser Vorplatz gehört zum Gebäude und da dürfen sie nicht fotografieren!“
„Dieser Vorplatz ist nicht abgesperrt und ich sehe hier nirgendwo Hinweise, dass ich nicht fotografieren darf. Abgesehen davon ist mir auch gar nicht klar, warum ich es nicht tun sollte.“
„Ich weise sie hiermit nachdrücklich an, diesen Bereich zu verlassen!“

Während des Gespräches machte ich mein Foto und verzog mich dann. Aber schon merkwürdig wie man bei Springer auf ein Foto von einer öffentlichen Häuserwand reagiert. Was machen die eigentlich wenn das Google-StreetView-Auto bei denen vorbeifährt?

Da ich selbst in einer kleinen Online-Redaktion arbeite, habe ich mich gefragt wie ich auf die beiden Schülerinnen von Springer reagiert hätte. (Natürlich sind wir viel zu unbedeutend, sodass es nur theoretische Überlegungen sind.)

Der Pförtner von der TAZ reagiert ja recht unsympathisch, indem er sofort die Kamera verbietet, auch wenn dies sein gutes Recht ist. Da waren die anderen Pförtner schon professioneller und kamen freundlich und hilfsbereit rüber.

Also hier die Anleitung, wie man suverän auf so eine Springer-Überfall-Attacke reagiert. Zuerst mal muss man immer freundlich bleiben. Zynismus ist erlaubt aber immer freundlich verpackt. Dann die beiden erst mal von der Sekretärin aufhalten lassen. Man selbst ist gerade in einem wichtigen Gespräch, freut sich aber über den Besuch und hat gleich Zeit für das Interview. Dann schnell ein paar Fakten über Springer recherieren im Internet. Das Problem ist, dass es über Springer so viel gibt, was die falsch machen, dass man da leicht übertreiben kann. Besser ist es wenn man ein paar konkrete Fälle sicher ansprechen kann. Die Beiden haben ja sowieso keine Ahnung. Dann schnell einen Kollegen mit Filmkamera auftreiben, damit man selber alles auf Film hat. Springer könnte das Interview später so schneiden, dass es für einen selber ungünstig aussieht. Dann ist es besser wenn man selber Beweismaterial hat. Dann die beiden hereinbitten und ihnen erklären, dass Flexibilität ja für beide Seiten gilt und man nur bereit für das Interview ist, wenn man abwechselnd Fragen stellen darf. Denke die werden darauf eingehen und dürfen anfangen. Dann sagt man etwas nettes über die Welt-Kompakt, die ja keine schlechte Zeitung ist. Anschließend könnte man die beiden folgendes Fragen:
Warum die Springer-Presse so häufig die Liste mit Presserügen anführt?
Ob sich die Zustände bei Springer seit der Recherche von Günter Wallraff gebessert haben?
Warum man bei Springer nicht gelassen auf offensichtliche Fehler reagiert und statt dessen z. B. das BILDblog verklagt?

Ich könnte wetten, dass da dann nur geblubber zurückkommt und kein Denkprozess einsetzt. Letztendlich muss man ja auch ziemlich Merkbefreit sein oder gut verdrängen können, um dort zu arbeiten.

Zurück zur Welt-Kompakt: Eine gute informative Zeitung, die ich mir trotzdem niemals kaufen würde. Alter 68er-Schwur: Kein Geld für Springer! Allerdings muss ich zugeben, dass ich die Welt-Kompakt schon am Flughafen oder im Wartezimmer gelesen habe, wenn da ein Exemplar rumlag.

Dass die USA unbemannte Drohnen zur Aufklärung und für Kampfeinsätze einsetzen ist schon länger bekannt. Bestätigt ist auch der Einsatz von Tarnkappendrohnen in Afghanistan.
Dies verwundert dann doch, weil die dort bekämpfte Taliban über gar keine Radarstellungen verfügt. Ein Radar sendet Strahlung aus um Objekte zu orten. Diese Strahlung kann auch von Radar-Raketen genutzt werden als Zielpeilung, um die Radarstellungen zu vernichten. So wurden die wenigen Radarstellungen der Taliban schon in der ersten Angriffswelle ausgeschaltet. Es ist völlig illusorisch, dass die Taliban bei der Luftüberlegenheit der USA neue Radarstellungen aufbauen könnte.

Bleibt eigentlich nur eine Sache über: Die Tarnkappendrohnen werden für Spionageflüge in den Iran und nach China eingesetzt.

In das Projekt unbemannte Flugobjekte wird kräftig investiert. Die heutigen Drohnen sind noch sehr unintelligent und aufgrund der Satellitensteuerung können sie nur verzögert auf plötzliche Ereignisse reagieren. Somit taugen sie nicht für Luftkämpfe oder können nicht auf unerwarteten Beschuss reagieren. Dies soll sich in Zukunft ändern.

Die Vernichtung wird also nicht, wie im Film Terminator vorausgesagt auf zwei Beinen kommen, sondern aus der Luft. Ein Szenario wie im Film Stealth – Unter dem Radar scheint eher wahrscheinlich in der Zukunft.

Letztendlich ist Afghanistan aber nur das Testgebiet, um die Drohnentechnik zu testen und zu perfektionieren. Träumen tun unsere Weltherrscher von kleinen autonomen und bewaffneten Überwachungsdrohnen mit denen sie die Polizei in den Städten unterstützen können. Solche Drohnen verfügen über eine Gesichtserkennung und können zur Verhandung ausgeschriebene Personen, wie Terroristen, ausfindig machen und verfolgen. Notfalls können sie diese Personen auch ausschalten. Alles dies hat James Cameron in der Serie Dark Angel schon vorausgesehen.

Telefónica O2 eine Tochter des spanischen Telefónica-Konzerns hat Hansenet und damit die Marke Alice Anfang des Jahres übernommen. Stellt sich jetzt natürlich die Frage ob Alice in Alicante umbenannt wird?

Nach der Übernahme hat Alice an seine Bestandskunden einen Gutschein für einen kostenlosen O2-USB-Surfstick versendet, der keine weiteren Fixkosten hatte. Wie zu erwarten, gingen die Kunden in großen Scharen zu den O2-Shops um dieses verlockende Angebot abzuholen. Doch dort wurden sie erst einmal vertröstet. In einigen O2-Shops wurden Voranmeldungen angenommen, in anderen wurde man auf den 12. April hingewiesen. Während man von den Voranmeldungen nie wieder was hörte, waren in den wenigen O2-Shops, die tatsächlich beliefert wurden, die Sticks am nächsten Tag vergriffen. Dazu war von O2 zu hören, dass man von dem Ansturm überrascht war und darauf hinweist, dass auf dem Gutschein steht, dass die Sticks nur so lange verteilt werden wie das Angebot reicht. Bei so einem verlockenden Angebot ist ein Ansturm natürlich total überraschend.

Da O2 aber bei anderen Angeboten immer noch fleißig den Stick verteilt, drängt sich natürlich der Verdacht auf, dass man die Menge künstlich niedrig gehalten hat.

Der O2-Surfstick wird gratis verteilt - warum nicht an Alice-Bestandskunden?

Der O2-Surfstick wird gratis verteilt - warum nicht an Alice-Bestandskunden?

Warum jetzt das Ganze fragt sich der verärgerte Alice-Bestandskunde, der keinen Stick erhalten hat? Die Antwort findet man auf dieser Webseite von O2. O2 möchte gerne Adressen sammeln von Alice-Kunden, die an einem solchen Angebot interessiert sind um diese mit entsprechend zielgerichteter Werbung zu versorgen. Man sollte halt keinem zu guten Geschenk glauben, denn zu verschenken hat keiner etwas. Warum sollte man auch den Bestandskunden etwas schenken, die haben doch sowieso unterschrieben. In dem umkämpften Markt geht es für die Konzerne nur um die Neukundengewinnung.

[UPDATE]
Habe mal einige O2-Shop-Betreiber befragt zu den Surfsticks, die verteilt werden sollten. Leider wollte mir keiner offiziell etwas sagen. Inoffiziell haben mir verschiedene Betreiber folgendes erzählt.

Es wurden O2-Surfsticks für ca. 2% der von Alice angeschriebenen Kunden an die O2-Shops ausgeliefert. Die offensichtlich viel zu geringe Menge reichte nicht aus, um alle Shops in Hamburg zu beliefern. Viele wurden auf einen zweiten Liefertermin vertröstet, den es nicht gab. Die Shop-Betreiber sind verärgert darüber, dass Alice so wenig Sticks bereit gestellt hat und sie jetzt verärgerte Kunden haben.

Ich werde weiterhin versuchen von O2 etwas offizielles zu bekommen; so lange ist die Information oben als noch unbestätigtes Gerücht zu betrachten. Auch Alice habe ich angeschrieben und hoffe auf eine offizielle Antwort zu dem Thema.

Dass nur Alice an der Sache Schuld ist, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Sicherlich trägt Alice die Hauptschuld an der Sache, wenn sich die Informationen oben bestätigen. Andererseits ist dies eine gemeinsam abgesprochene Werbeaktion, die beiden Marken schadet. Je mehr Surfsticks O2 verteilt, um so mehr kann man auch am Betrieb der Sticks verdienen. Man hätte also mehr Sticks günstiger für Alice bereit stellen können oder Alice die Werbeaktion unter den Bedingungen versagen können.

Falls ich weitere Informationen bekomme, schreibe ich sie hier ins Blog…